Dein Logbuch funktioniert auch dann, wenn das Internet nicht mitspielt
Der DA6IT.de Wavelog Offline Logger ist als echte Offline-first-Anwendung gedacht: Jedes QSO wird zuerst lokal in einer ADI-Datei gespeichert. Wavelog ergänzt diesen lokalen Datenbestand um Synchronisation und Online-Funktionen, ist aber keine Voraussetzung zum Loggen. Damit bleibt die Anwendung im Shack genauso praktisch wie portabel, beim Fieldday oder unterwegs mit instabiler Verbindung.
Ein vollständiger Logger, ohne unnötigen Ballast
Das normale QSO-Formular bringt die wichtigen Daten an einen Ort: Rufzeichen, Band, Mode, Frequenz, Rapporte, Leistung und Aktivierungsreferenzen. Bei aktivem CAT werden Frequenz und Mode übernommen; Callbook- und Offline-DXCC-Daten ergänzen die Gegenstation. Trotzdem bleibt der wichtigste Teil bewusst simpel: QSO erfassen, speichern – fertig. Die lokale ADI-Datei ist sofort aktuell.
Wenn aus einem QSO plötzlich ein Pileup wird
Fast Log ist für Aktivierungen, DXpeditionen und hohe QSO-Raten gedacht. Wiederkehrende Angaben wie Band, Mode, Frequenz, Rapporte und Leistung werden einmal festgelegt; danach reichen Rufzeichen und Enter. Sitzungszähler, QSO-Rate, letzte Einträge und eine Dupe-Prüfung halten den Überblick, ohne den Operator auszubremsen. Auch hier wird jedes QSO zuerst lokal gespeichert.
Contest-Betrieb gehört direkt mit dazu
Contest-Presets, ADIF Contest-ID, Seriennummern und Exchanges machen aus dem Offline Logger auch ein schnelles Werkzeug für Wettbewerbe und Übungsbetrieb. Die Contest-QSOs landen nicht in irgendeinem Sonderformat, sondern bleiben Teil des normalen lokalen ADI-Logbuchs. Dadurch laufen sie anschließend durch denselben kontrollierten Wavelog-Sync wie jedes andere QSO.
Synchronisation mit sichtbarem Zustand statt Blackbox
LOCAL ONLY, erfolgreich mit Wavelog verknüpft, lokal geändert, Konflikt oder Sync-Fehler: Der Zustand eines QSOs bleibt sichtbar. Neue QSOs können im Online-Modus automatisch zu Wavelog gepusht werden; für Änderungen und den vollständigen Abgleich gibt es den bidirektionalen Sync. Wenn lokal und in Wavelog gleichzeitig etwas geändert wurde, entscheidet der Benutzer bewusst – es wird nichts still überschrieben.
Auf Wunsch synchronisiert der Logger beim Start und beim Beenden
Der vollständige Sync kann profilbezogen beim Programmstart und/oder beim Beenden ausgeführt werden. Währenddessen zeigt ein eigener Statusdialog nachvollziehbar, was gerade passiert. Lokale ADI-Daten bleiben auch dann erhalten, wenn die Gegenstelle nicht erreichbar ist oder ein Sync fehlschlägt. Das Ziel ist nicht maximale Automatik um jeden Preis, sondern ein robuster Workflow, dem man vertrauen kann.
Callbook-Daten dort, wo sie beim QSO wirklich helfen
Rufzeicheninformationen können über die konfigurierte Wavelog-API oder direkt über QRZ.com abgefragt werden. Erfolgreiche Ergebnisse werden lokal zwischengespeichert; Name, Locator und QTH ergänzen nur leere oder zuvor automatisch befüllte Felder. Eigene Eingaben haben Vorrang. So bekommt man komfortable Online-Daten, ohne dass die Offline-Fähigkeit der Anwendung verloren geht.
Auswertungen direkt aus deinem lokalen Logbuch
QSO-Anzahl, DXCC-Entities, Bänder, Modes, Länder, häufige Rufzeichen sowie Sync- und QSL-Status werden aus den lokalen Daten berechnet. Die Statistik funktioniert deshalb auch vollständig ohne Verbindung zu Wavelog. Zeitraum und Operator lassen sich filtern – praktisch nach einer Aktivierung, einem Contest oder einfach für den schnellen Blick auf die eigene Funkaktivität.
Live-Spots direkt neben dem Logbuch
Der integrierte DX Cluster empfängt aktuelle Spots und filtert sie nach Band, Mode und Spotter-Region. Länder werden auch offline erkannt; Worked-Markierungen berücksichtigen Band und Mode. Mit aktivem CAT kann ein Doppelklick den Transceiver direkt auf Frequenz und Mode abstimmen, und interessante Spots lassen sich ohne Umweg in das QSO-Formular übernehmen.
Funkgerät und Logger arbeiten zusammen
Die CAT-Anbindung basiert auf Hamlib und unterstützt serielle sowie Netzwerk-Verbindungen. Frequenz und Mode fließen in normales Logging, Fast Log und Contest Logging ein. Die Verbindung lässt sich vorher testen und wird bewusst manuell gestartet. Für unterstützte Geräte steht zusätzlich ein TUNE/ATU-Befehl mit Sicherheitsabfrage zur Verfügung.
Digitale Betriebsarten passen in denselben Workflow
Geloggte Kontakte aus WSJT-X können über das native UDP-Protokoll übernommen werden. Zusätzlich versteht der Logger vollständige ADIF-Datensätze mit <EOR> per UDP und schützt vor mehrfach gesendeten identischen QSOs. Eingehende Kontakte landen sofort lokal als LOCAL ONLY und werden anschließend wie alle anderen QSOs vom Online-Modus oder vollständigen Sync verarbeitet.
Mehrere Stationen, sauber voneinander getrennt
Stationsrufzeichen, Operator, Wavelog-Zugang, Speicherorte und weitere stationsbezogene Einstellungen gehören zum jeweiligen Logger-Profil. Dadurch eignet sich dieselbe Installation für das eigene Rufzeichen, Clubbetrieb oder unterschiedliche portable Setups. Sprache und Theme gelten dagegen anwendungsweit. Die Profile bleiben unabhängig voneinander und eine lokale Profil-Löschung löscht niemals Daten in Wavelog.
ADI bleibt die portable und nachvollziehbare Basis
Der Speicherort des primären ADI-Logbuchs lässt sich pro Profil festlegen. SQLite dient nur für Einstellungen, Index- und Sync-Metadaten – die eigentlichen QSOs bleiben in ADI. Auch die getrennte DXSpider-Verbindung für eigenen Spotversand wird hier konfiguriert. Damit bleibt transparent, wo Daten liegen und welche Verbindung wofür verwendet wird.
Die Oberfläche passt sich dem Einsatz an
Der Logger steht auf Deutsch und Englisch zur Verfügung und bietet ein helles sowie ein dunkles Theme. Das ist keine eigene Funktionswelt, sondern dieselbe Anwendung mit denselben Workflows – vom normalen QSO über Fast Log bis CAT und Sync. Gerade bei längeren Sessions oder dunkler Umgebung ist das Dark Theme mehr als nur eine optische Spielerei.
Unter der Haube
Technik, Betriebsarten und Funktionen, die im Logger zusammenspielen.
Download, Quellcode & Dokumentation
Der Logger wird aktiv weiterentwickelt. Lade die aktuelle Version herunter, wirf einen Blick in den Quellcode oder lies im ausführlichen Benutzerhandbuch nach.















